Arbeitsauftrag 3

In diesem Arbeitsauftrag vergleichen Sie Categorical Cross Entropy (CCE) und den mittleren quadratischen Fehler (MSE) bei der Klassifikation mit Feedforward Neural Networks.

Aufgabe 1 – Experimenteller Vergleich von CCE und MSE

FNN-Klassifikationstool öffnen

Datensatz: synthetisch_ce_vs_mse_drei_klassen.csv herunterladen

Schritt 1

Datensatz laden und normalisieren

Laden Sie den Beispieldatensatz und normalisieren Sie ihn auf das Intervall .

Einstellungen zum Normalisieren des Datensatzes

Schritt 2

Ein geeignetes FNN wählen

Für diesen zweidimensionalen Datensatz werden keine tiefen Merkmalsabstraktionen benötigt. Das Problem besteht hauptsächlich darin, mehrere lokale polygonale Regionen zu platzieren.

Dafür ist ein breites, flacheres Netz günstiger:

  • Viele Neuronen in einer Schicht liefern viele mögliche Grenzgeraden.
  • Der Gradient muss nur durch wenige Schichten zurücklaufen.
  • Es besteht weniger Gefahr inaktiver ReLU-Pfade.

Modelleinstellungen mit einem breiten Hidden Layer und Softmax-Ausgabe

a) Klassifikation durchführen und vergleichen

Führen Sie die Klassifikation mit Multiklassen-Kreuzentropie und mit MSE von den gleichen „zufälligen“ Startparametern mit Seed 42 ausgehend durch.

Vergleichen Sie die Klassifikationsergebnisse hinsichtlich:

  • Gesamt-Loss ,
  • Accuracy,
  • visuellem qualitativen Eindruck der Entscheidungsregionen in der Argmax-Heatmap, also der unteren Heatmap.

b) Loss trotz vollständiger Accuracy

Erläutern Sie, warum der Loss auch nach Erreichen von 100 % Accuracy noch weiter verringert werden kann.

Aufgabe 2 – Mathematischer Vergleich von CCE und MSE

Softmax-Tool öffnen

Wir verwenden folgende Definitionen:

  • Categorical Cross Entropy (CCE), auch Multiklassen-Kreuzentropie:
  • Softmax:
  • Per-Sample-Loss von MSE:

a) Softmax

Bestimmen Sie rechnerisch und mit dem Tool. Was ist der größte mit der App erzeugbare Wert einer Softmax-Komponente?

b) Losses im Vergleich: CCE + Softmax versus MSE + Softmax

i) CCE bei One-Hot-Codierung

Begründen Sie, warum bei One-Hot-codierten Zielvektoren bei Single-Label-Klassifikation für den Fehler in Abhängigkeit von den Softmax-Ausgaben gilt:

ii) Sicher falsche Vorhersage

Vergleichen Sie mit dem Tool und für den Fall, dass das FNN eine falsche Vorhersage macht und dabei möglichst sicher ist. Sehen Sie sich dazu die Rechnungen an.

c) Fehlersignale im Vergleich: CCE + Softmax versus MSE + Softmax

i) Gesamt-Loss in Abhängigkeit von den Logits

Zeigen Sie durch Einsetzen, dass für den Gesamt-Loss in Abhängigkeit von den Logits und vom wahren Wert gilt:

Sie können dabei die bereits für Single-Label-Klassifikation vereinfachte Form

verwenden. Sie können aber auch von der allgemeinen Form

ausgehen.

Hinweis

Eigenschaft des Zielvektors

Wenn Sie von der allgemeinen Form ausgehen, nutzen Sie .

ii) Gradient des Loss

Zeigen Sie durch Ableiten, dass gilt:

mit den geschätzten Wahrscheinlichkeiten

Für die Ableitung können Sie entweder von der vereinfachten Form für One-Hot-codierte Ziele

ausgehen oder alternativ die allgemeine Form

verwenden.

Verwenden Sie dabei eindimensionale Schulanalysis für die partiellen Ableitungen. Fassen Sie jeweils als Funktion nur einer Variablen auf,

und machen Sie eine Fallunterscheidung für die richtige Klasse und die übrigen Klassen .

iii) Fehlersignale untersuchen

Betrachten Sie die Fehlersignale für sicher richtige, sicher falsche, unsicher richtige und unsicher falsche Vorhersagen anhand der Gleichung. Setzen Sie dazu Werte 0 oder 1 für und ein:

Lösung zu Aufgabe 2 anzeigen

Dateien, Datenquelle und Lizenz

Der Pinguin-Datensatz ist ein bearbeiteter Auszug aus palmerpenguins: Palmer Archipelago (Antarctica) penguin data von Horst, Hill und Gorman (2020), Zenodo, DOI 10.5281/zenodo.3960218. Der ursprüngliche Datensatz steht unter CC0 1.0 Universal.